Die Sterne

Posen

12. Dezember 20:30 Uhr zakk/Düsseldorf

Ein Höhepunkt der Hamburger Schule

Die Sterne sind die tanzbarste, funkieste und sexieste Band aus der Hamburger Schule. Ihre Songs geben den Beinen Grund zu zappeln und dem Kopf Grund zu grübeln. In dieser Kombination hat dies selbst außerhalb der Hamburger Schule keine deutsche Band so gut hinbekommen.

Mit ihren ersten beiden Alben „Wichtig“ (1993) und „In echt“ (1994) legen sie vor, aber durch „Posen“ wird die Band Mitte der Neunziger zur Institution, die einer ganzen Generation ein Gesicht geben kann. Wie Blumfeld oder Tocotronic verstehen es Die Sterne, das Lebensgefühl ihrer Zeit in kurze treffende Texte zu packen: „Wir hatten Sex in Den Trümmern/Wir träumten/Wir fühlten uns ganz schön bedeutend“. Die Leichtigkeit und Mühelosigkeit, die vom Sound der Sterne ausgeht, findet sich in den Texten wieder: „Ich scheiß auf deutsche Texte“ heißt gleich das erste Lied auf „Posen“, es will sich von den vielen Deutungsebenen und dem Bedeutungsschwangeren distanzieren, das oft mit den Songs der Hamburger Schule verbunden wird. Und dann ist da noch der größte Hit auf dem Album, den die Sterne geschrieben haben: „Was hat dich bloß so ruiniert“. Im Video zum Song stellen Die Sterne selbstironisch ihren Marktwert im gehypten Deutsch-Pop Markt der neunziger Jahre im Vergleich zu den Tocos, Selig oder den Fanta 4 dar. Die Plattenbosse beobachten im Clip den Marktwert von Die Sterne, der am Ende durch die Decke geht. So ist es nicht gekommen. Die Sterne wurden kein kommerzieller Mega-Act, dazu nehmen ihre Texte letztendlich wohl doch eine intellektuelle Wendung zu viel, und dazu hat sich die Band der Markttauglichkeit zu sehr verwehrt. Wir sind froh, dass sich Die Sterne treu geblieben sind, und viele Bands und Musiker aus der deutschen Indie-Szene sehen das ebenso. Diese haben nämlich letztes Jahr zum Bandjubiläum die Songs der Sterne neu aufgenommen. Auf dem Album „Mach’s Besser: 25 Jahre Die Sterne“ sind Musiker-Kollegen und Bands wie Isolation Berlin, Stereo Total und Lambert neben Düsseldorfer Bands wie Fehlfarben, Kiesgroup oder Family 5 vertreten.

Tracklisting „Posen“:

  1. Scheiss Auf Deutsche Texte
  2. Inseln
  3. Risikobiographie
  4. Zucker
  5. Themenläden
  6. Unter Geiern II
  7. Swinging Safari
  8. Was hat dich bloß so ruiniert
  9. Stell die Verbindung her
  10. Trrrmmer
  11. Frank Orgel
  12. Schnorrvögel

Die Sterne live:

Frank Spilker – Gesang, Gitarre

Thomas Wenzel – Bass

Christoph Leich – Schlagzeug

Dyan Valdes – Keyboards

Die Sterne »Was hat dich bloß so ruiniert?«